[15.07.2026]
Was sich rund um den Dosen- und Flaschenpfand abspielt, ist ein Schulbeispiel, wie man alles falsch machen kann.

Der nun flächendeckend umgesetzte Einwegpfand auf Plastikflaschen und Getränkedosen ist ein leider sehr deutlicher Beweis, wie ignorant und selbstschädigend ein großer Teil der Bevölkerung ist.
Da gab es die bequeme (!) Möglichkeit, seine Leergebinde einfach im „Gelben Sack“ zu Hause zu sammeln und sich diesen Sack regelmäßig direkt vor der Haustüre abholen zu lassen. Doch ein (zu) großer Teil der Bevölkerung zog es vor, dieses Angebot nicht zu nutzen. Also wurde ein Gesetz auf den Weg gebracht, um die Sammelquote zu verbessern. Und jetzt dürfen alle beim Kauf zB. eines Getränkes zuerst Pfand zahlen. Ausgetrunken heißt es dann Flaschen sammeln und mehr oder weniger regelmäßig mit diesen in ein Geschäft gehen und die Leerflaschen dort brav in einen Automaten einlegen. Wenn dieser zufällig funktioniert (bei manchen Geschäften reine Glückssache) bekommt man an der Kassa den Pfand zurück; wenn nicht: alle Flaschen wieder nach Hause nehmen und beim nächsten Einkauf wieder sein Glück versuchen.
Alles in allem: Arbeit für die Konsumenten, Ärger für das Personal und sehr viel Geld für störanfällige Automaten – Geld, das natürlich auch wieder die Kunden zahlen.
Intelligent oder „mit Hausverstand“ geht anders, aber, wenn es die Kunden unbedingt so wollen …
Veröffentlicht als Leserbrief in den Salzburger Nachrichten am 15.07.2026
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