Ist ihre Heizung richtig eingestellt?

Extrem viele Heizungen sind falsch eingestellt und werden mit viel zu hohen Temperaturen betrieben. Dabei könnte eine richtige Einstellung und ein „bestimmungsgemäßer Betrieb“ enorme Energieeinsparungen ermöglichen, ohne dass auch nur ein Euro investiert werden muss.

Unter „bestimmungsgemäßem Betrieb“ versteht man, dass eine Zentralheizung kontinuierlich und in allen beheizbaren Räumen betrieben wird. Natürlich sind vernünftige Unterschiede zwischen Schlaf- und Wohnbereichen möglich und sinnvoll. Wenn sie ihre eigene Heizung diesbezüglich einmal kurz kontrollieren wollen, vergleichen Sie die aktuelle „Vorlauftemperatur“ ihrer Heizung mit den Sollwerten der nachstehenden Tabelle. Bei Gebäuden, die eine nachträgliche Wärmedämmung erhalten haben, sollten sie den Planer oder Ausführenden nach der „Auslegungstemperatur“ nach der erfolgten Sanierung befragen. Die Heizungsregelung müsste auf diesen Maximalwert eingestellt werden. Wenn es ihnen möglich ist, ihre Wohnung nach einem Tag Abwesenheit in nur 1-2 Stunden wieder gemütlich warm zu bringen, können sie davon ausgehen, dass die Heizung unwirtschaftlich hoch eingestellt ist.

Neuere Wohnobjekte (etwa ab dem Jahr 2000), die mit „Wohnungsstationen“ ausgestattet sind, werden mit einer konstanten Heizungstemperatur betrieben, da damit auch das Warmwasser in der Wohnung beheizt wird. Diese Anlagen sind aber so konzipiert, dass sie immer deutlich geringere Verluste aufweisen als ältere Heizungen mit getrennter Heizung und (zentraler) Warmwasserbereitung.

Unter „Auslegungstemperatur“ ist jene Temperatur zu verstehen, die bei einer Aussentemperatur von -16°C zur Beheizung erforderlich ist.